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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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welche der hohe Norden darbietet, und die Ellenor habe ich ſelbſt ausgerüſtet, Madame. Für ſie ſtehe ich und verbürge, daß ſie Alles leiſten wird, was ein vernünf⸗ tiger Menſch von Holz und Eiſen verlangen kann. Geſetzt wirklich den Fall, ſie wäre im Eiſe eingefroren und müßte den Winter über vor Anker liegen bleiben, was wäre dabei groß Gefährliches? An Proviant mangelt es nicht, und außerdem haben ſie auf dem Schiffe ſicherlich Walfiſch⸗Speck genug, um Jahre lang davon leben zu können. Ein Polar⸗Winter iſt freilich nichts ſehr Angenehmes, aber im Beſitze eines guten Schiffes und genügender Mund⸗Vorräthe wettert ihn ein tuͤchtiger Mann ſchon ab. Und Kapitän Griffin iſt ganz ein ſolcher Mann, will ich meinen!«

»Aber wenn ſein Schiff untergegangen iſt, zwiſchen Eisſchollen zermalmt oder von ſtürzenden Eisbergen zer⸗ trümmert und begraben?« fragte Miſtreß Griffin mit Thränen in den Augen.

Wer ſagt uns, daß es ſo iſt?« erwiederte Kapitän Becker eifrig.Warum ſollten wir gleich das Schlimmſte denken? Warum nicht ſo lange wie möglich das Beſte

hoffen? Sie müſſen dieſe traurigen Ahnungen bekäm⸗ pfen, Madame! Wapitän Griffin iſt ein ganzer See⸗ mann, vertraͤuen wir auf ſeine Erfahrung, ſeine Entſchloſſenheit, ſeine oft bewährte Tüchtigkeit. Warum

ſich unnöthiger Weiſe abängſtigen? Wir werden er⸗ leben, daß unſer Freund im Laufe des nächſten Som⸗ mers friſch und munter hier ankommt, und dann wollen wir Gott danken und froöhlich ſein. Einſtweilen aber, vertrauen wir ſeinem allmächtigen Schutze!«

Es gelang ihm, Miſtreß Griffin wenigſtens ſo weit zu beſchwichtigen, daß ſie in ihrem Herzen wieder der