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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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manches Schiff, machte ihn mit der Einrichtung deſſelben bekannt, und freute ſich dabei der ſchnellen Faſſungs⸗ gabe ſeines aufmerkſamen jungen Freundes. Er ſetzte gewiſſermaßen den theoretiſchen Unterricht von Roberts Vater praktiſch fort, und Robert erlangte dabei, ſpielend gleichſam, eine ſo genaue Kenntniß vom Seeweſen, als 5 er bereits mehrere Seefahrten wirklich mitgemacht ätte.

Als die Zeit allmählig herankam, wo die im Früh⸗ jahre ausgelaufenen Walfiſchfahrer Einer nach dem Andern ſchwer befrachtet mit Thran⸗Tonnen und Fiſch⸗ bein wieder in den Hafen einliefen, wurden die Be⸗ ſuche der beiden faſt unzertrennlichen Freunde daſelbſt immer häufiger, und faſt täglich zogen ſie Erkundigun⸗ gen bei den Kapitänen der ankommenden Schiffe ein, ob ſie nicht auf ihrer Reiſe den Kapitän Griffin mit der Ellenor angetroffen haͤtten? Man gab ihnen be⸗ reitwillig Red' und Antwort, denn Kapitän Becker kannte die meiſten Walfiſchfahrer perſönlich, aber die Ausbeute ihrer Erkundigungen und Nachforſchungen

zeigte ſich im Ganzen doch nur ſehr gering und unbe⸗

deutend. Einer oder der Andere wollte wohl die Brigg Ellenor in der Ferne geſehen haben, aber geſprochen hatte den Kapitän Griffin Niemand.

»Du brauchſt dich darüber nicht zu beunruhigen,« ſagte Kapitän Becker zu Robert.Das Polar⸗Meer iſt groß und weit, und dein Vater ein kühner Seemann. Vermuthlich iſt er weiter nach Norden vorgedrungen, als alle übrigen Schiffe, und dies erklärt nicht nur, daß man ſo wenig von ihm geſehen hat, ſondern auch ſeine

längere Abweſenheit und verzögerte Ankunft. Er wird

vielleicht Einer der Letzten, wenn nicht gar der Letzte