Druckschrift 
Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

õ.

»Verſteht ſich, ſagte ich. ‚Binnen heute und drei Tagen ſegeln wir!

Nochmals und noch lauter ſchrie der wackere Junge ſeinHurrah dem Kapitän Griffin! und wußte nicht Worte genug zu finden, ſeine Freude auszudrücken. Nun denn, ich ſchickte ihn endlich an Bord, damit er den Leuten das Nöthige mittheilen und Alles zur Ab⸗ fahrt vollends in Stand ſetzen ſollte, und ich ſelber ging zu meinem alten Becker, und machte mit wenigen Worten das Geſchäft ab. Der arme Kerl ſegnete mich und es fehlte nicht viel, ſeine brave Frau, hätte mir die Hand geküßt. Es that mir wohl, einem alten Freunde aus der Noth helfen zu können, und es kam mir faſt wie eine heilige Pflicht vor, ſelbſt wenn es nicht mit meinen eigenen Wünſchen übereingeſtimmt hätte. Ich denke, der liebe Gott wird ſeinen Segen dazu geben, und ſeinem Schutz vertrauend, will ich am dritten Tage von heute unter Segel gehen!«

»Und mich nimmſt du mit, Vater, ſagte feurig Robert, welcher unbemerkt in das Zimmer getreten war und den ganzen Bericht des Kapitän's mit ange⸗ hört hatte.»Mich nimmſt du mit, ich begleite dich, Herzensvater! Nicht wahr? Bitte, bitte!

»Ei, warum nicht gar, närriſcher Junge,« antwor⸗ tete der Kapitän lächelnd.Eine Polar⸗Fahrt iſt keine Vergnügungsreiſe, und du biſt auf alle Fälle noch viel zu jung für die Strapazen und Gefahren, die den Walfiſchjäger im hohen Norden erwarten.

Oh, Vater, ich bin jetzt fünfzehn Jahr und der ſtärkſte von allen meinen Kanieraden und Freunden,« erwiederte der kecke Knabe und richtete ſich ſtramm auf.