—
die Frau ſchluchzend. 4
35
Frohſinn aus ſeinem Gemüthe ſcheuchte, doch hofften ſie, der Kapitän würde ſich allmählig an das neue ruhige Leben gewöhnen, und ſich zuletzt dabei zufrieden und glücklich fühlen. Aber ſie täuſchten ſich. Kapitän Griffin's heiße Sehnſucht, noch eine Fahrt auf den blauen Wogen der See zu machen, wurde immer grö⸗ ßer und ſtärker, und zuletzt ganz unwiderſtehlich. Eines Tages im Monat Mai, zur Zeit, wenn die meiſten Walfiſchfahrer nach dem hohen Norden abzugehen pfleg⸗ ten, kam er mit frohem, entſchloſſenem Geſicht, feſten Schrittes und hoch aufgerichteter Geſtalt nach Hauſe. Seine Gattin bemerkte auf den erſten Blick die Verände⸗ rung und eine bange Ahnung tauchte in ihrer Seele auf.
„Oh, Griffin!“ rief ſie aus.„Du haſt einen ſchlimmen Entſchluß gefaßt!“
„Nein, liebes Weib, einen guten!« verſetzte der Kapitän mit volltönender Stimme.„Du ſiehſt, ich verzehre mich hier in Gram und Elend, und ſo groß meine Liebe zu dir und den Kindern iſt, meine Sehn⸗ ſucht nach Thätigkeit läßt ſich nicht erſticken. Ein Zu⸗ fall hat mich heute beſtimmt, wenigſtens noch Eine Reiſe nach dem Norden zu machen.
„Weine nicht, ich bitte dich,“ fuhr er fort, als ſeine Gattin in Thränen ausbrach, und ſchloß ſie an ſeine Bruſt.„Ich verſpreche dir, es ſoll meine letzte Reiſe ſein. Aber laß mich ohne Kummer und Sorge ziehen, und bedenke wohl, daß mich über kurz oder lang dieſes träge, faule Leben auf der Bärenhaut aufreiben müßte, wenn ich ihm nicht durch einen kräftigen Entſchluß ein Ende mache.“
„Aber was fehlt dir bei uns, beſter Mann 2 fragte


