vertreiben ließ, die Langeweile nämlich. Und das ging ſehr natürlich zu. An ein Leben voller Aufregung und Thätigkeit gewöhnt, wollte dem Kapitän die jetzige träge Ruhe nicht ſchmecken. Er ſuchte ſich zu zerſtreuen, ſich zu beſchäftigen, las viel, unterrichtete ſeinen Sohn in Allem, was zum Seeweſen gehört, machte häufig kleine Reiſen zu Waſſer und zu Lande, beſuchte die mannigfaltigſten Vergnügungsorte,— aber nichts konnte auf die Dauer den Dämon der Langeweile bannen. Wenn er zwiſchen den vier Wänden ſeines Zimmers ſaß, das er völlig wie eine Kajüte eingerichtet hatte, unnd die vielen Andenken und Erinnerungszeichen aus ſeinem früheren Leben betrachtete, welche als Schmuck und Zierde an der Wand hingen, ſo ſeufzte er. Ging er ſpazieren und erblickte einen Matroſen, deren ſo Viele in New⸗York auf und ab laufen, ſo ſeufzte er. Traf er einen alten Kameraden, ſo klagte er ihm ſeuf⸗ zend ſein Leid. Kurz des Seufzens und Sehnens war kein Ende, und Kapitän Griffin wurde alle Tage trü⸗ ber und mißgeſtimmter. Eine finſtere Wolke des Miß⸗ muthes lagerte ſich auf ſeiner Stirne, und der ſonſt ſo heitere Mann zeigte ſich faſt immer mürriſch, reizbar und ärgerlich. Seine beſte Zerſtreuung war noch, wenn er nach dem Hafen ging, und das wimmelnde Leben und Treiben daſelbſt beobachtete. Ganze Stun⸗ den lang konnte er hier ſitzen, auf die ein⸗ und aus⸗ laufenden Schiffe achten, und mit alten Kameraden von der ſchönen Vergangenheit plaudern, um zuletzt doch mißmuthig und mit einem Seufzer auszurufen:„»Ja, die herrliche Zeit kehrt nicht wieder!« ie Frau des Kapitäns, wie auch ſeine Kinde
in Herz bedruͤckte, und a e
——


