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ihm fliegen, ihn wiederſehen, ihn in meine Arme ſchließen kann.“
„Aber würden Sie ihn auch erkennen, Frau Grä⸗ fin?« fragte der Präſident lächelnd.„Er iſt nicht mehr der kleine Knabe von fünf Jahren, ſondern mittlerweile ein hübſcher, ſtarker Jüngling geworden.“
„Oh mein Gott, ſo haben Sie ihn geſehen!« rief die Gräfin außer ſich.“.
„Ja, und wenn Sie ſich ſtark genug dazu füh⸗
len, ſo ſollen Sie ihn auch ſehen.“« „Oh, ich bin ſtark!« rief die Gräfin, indem ihre Wangen glühten und ihr Auge umherrollte, als ob
es alle Winkel des Gemaches durchforſchen wollte, „Ich bin ſtark, wie eine Löwin. Wo, oo iſt mein Kind, mein Captal?«
Der Präſident begab ſich an die Thür, welche wir kennen, öffnete ſie, und Captal, das ſchöne Ge⸗ ſicht von Thränen überſtrömt, ſtürzte hervor, und mit einem Freudenſchrei der beſeligten Mutter zu Füßen. Dieſe hob ihn auf, betrachtete mit fliegen⸗ den Blicken ſein Auge, ſeine Züge, ſeine blonden Locken, zog ihn an die Bruſt, drückte ihn an ſich, weinte, ſchluchzte, ſtammelte abgeriſſene Worte, bis ſie endlich, vor Freude erſchöpft, halb vhumähiig in den Armen ihres Sohnes hing.
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