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länger auf die Folter! Sagen Sie mir die Wahr⸗ heit!«
Lächelnd ergriff der würdige Präſident die Hand der Gräfin und druͤckte ſie ſanft.
„Ich will Sie nicht länger täuſchen, gnädige Frau,“ ſagte er.„Ja, wir haben gegründete Hoff⸗ nung, daß Ihr Sohn lebt, und bald in Ihre Arme zurückkehren wird.“
Die Gräfin ſtieß einen ſchwachen Schrei der Freude und des Entzückens aus und ſank dann ohnmächtig in die Kiſſen des Lehnſtuhles zurück. Zugleich wurde heftig an der Thür geraſſelt, hinter welcher Captal ſteckte, und der Präſident mußte den ungeſtümen Knaben ernſtlich bitten, ſich noch eine kurze Zeit ruhig zu verhalten. Dann bemühete er ſich um die Gräfin, und gewahrte mit großer Freude, daß ſie ſich ſehr bald wieder völlig erholte.
„Herr Präſident,“ ſagte ſie mit ſchwacher Stim⸗ me, aber mit einer Entſchloſſenheit, welche deutlich bewies, daß ſie den Sturm überſtanden habe,— „Herr Präſident, ich zweifle jetzt nicht mehr, daß Sie genaue Kunde vom Schickſale meines theuren, geliebten Sohnes haben. Ich bitte Sie, ich flehe Sie an, verhehlen Sie mir nichts mehr, und nennen
Sie mir den Ort, wo er ſich befindet, damit ich zu.


