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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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154 will ich Ihnen geſtehen, daß wir in der That ei⸗ nige ſchwache Spuren von dem Verſchwundenen ent⸗ deckt haben.

Oh, mein Gott, mein Gott, wenn du mir ar⸗ men Mutter eine ſo hohe, himmliſche Freude aufbe⸗ wahrt häͤtteſt, mein ganzes Leben würde ein Dank⸗ gebet zu dir ſein,« rief die Gräfin aus, indem ſie unwillkührlich in die Kniee ſank und ihre gefalteten Hände empor hob. Dann ſank ſie in den Seſſel, verhüllte ihr Geſicht und weinte.

Der Praͤſident ließ ihr Zeit, ſich zu faſſen, und bat ſie dann um Erlaubniß, ihr einige Fragen vor⸗ legen zu dürfen.

Hieß Ihr Sohn nicht Captal mit dem Vorna⸗ men?

Ja, Herr Präſident.

Würde er nicht jetzt zwiſchen vierzehn und fünf⸗ zehn Jahr alt ſein?

Ja, lautete die Antwort.

War er nicht fünf Jahre alt, als man ihn aus Ihrem Parke ſtahl?

Was ſagen Sie, Herr Präſident? rief die Graäfin, von ihren Gefuͤhlen beinahe überwältigt, mit erſtickter Stimme.Geſtohlen hätte man ihn? Er iſt alſo nicht ertrunken. Oh, ſpannen Sie mich nicht