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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Mühe einathmen konnte. Der Zigeuner unterſuchte nun die Thür. Vielleicht ließ ſie ſich erbrechen, oder aus ihren Angeln heben. Er rüttelte daran mit aller Kraft, die er aufzubieten vermogte, er ſtrengte ſeine Muskeln bis zum Zerſpringen an; aber die Thür war zu feſt in das ſtarke Gemäuer eingefügt; ſie wankte auch nicht um eines Haares Breite.

Jetzt ergriff den Zigeuner die tödtlichſte Angſt. Er fing an zu fürchten, daß der Graf ihn hier ein⸗ geſchloſſen habe, um ihn den Hungertod ſterben zu laſſen. Sein Kopf ſchwindelte ihm, er ſchnappte nach Luft, die Angſt trieb all' ſein Blut nach dem Herzen, und es pochte ſo heftig, daß er meinte, es müſſe zerſpringen. Ein lauter, gellender Schrei ent⸗ rang ſich ſeinen Lippen, und von Neuem verfiel er in einen Anfall von Raſerei und Wuth, in welchem er ſich die Hände an den feuchten Mauern der un⸗ beweglichen, feſt gefugten Thür blutig ſchlug.

Aber auch dieſer Anfall ging vorüber, und ließ nichts zurück, als den tödtlichſten und ingrimmigſten Haß gegen den Grafen, der ihn in dieſe fürchter⸗ liche Lage verſetzt hatte. Blutige Gedanken der Rache erfüllten ihn, und wer ihn geſehen hätte in dem düſteren Gewölbe, mit den blutigen Fäuſten, die drohend ausgeſtreckt waren, um den verhaßten