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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Zigeuner harrte mit Begierde, daß der Graf ſie vollends aufmachen werde. Aber dieſer zögerte noch.

»Am Ende bin ich doch ein Thor, wenn ich Euch den Werth von fünfzigtauſend Francs gebe, ohne irgend eine Bürgſchaft zu haben, daß Ihr mir den Burſchen ausliefert,“ ſagte er.

„Ach, dummes Zeug! Macht die Thür auf, Herr Graf, oder ich öffne ſie mit Gewalt!“

Indem der Zigeuner dieſe Worte rief, ſtieß er den Grafen auf die Seite, riß die ſchwere Thür auf, und ſprang mit einem Satze, gleich einem beutegie⸗ rigen Tiger, in ein dunkles Gemach hinein.

Dieß war gerade, was der ſchlaue Graf beab⸗ ſichtigt hatte; denn kaum befand ſich der Zigeuner in dem Gewölbe, ſo ſchlug krachend die Thür hinter ihm zu, der Graf legte mit hurtiger Hand Schlöſ⸗ ſer und Riegel vor, und der Gauner war in der Falle gefangen, welche ſeiner Habgier gelegt wor⸗ den war.

„»Beluſtige dich nun nach Gefallen an den Edel⸗ ſteinen und Silberſachen,« murmelte der Graf vor ſich hin, indem er ein höhniſches Gelächter ausſtieß. „Du ſollſt mir nicht wieder an das Tageslicht kom⸗ men, ſo lange ich es verhindern kann, und das

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