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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Gräfchen mag noch ein wenig warten, ehe es ſeine Mutter auffindet. Ein wahres Glück, daß der Bube ſeinen Namen nicht weiß, und daß mir die Liſt ein⸗ fiel, den ſchurkiſchen Zigeuner unſchädlich zu machen. He he he, nun will ich ſehen, wer mich aus dem ſchönen Erbe Captals vertreiben kann!“

Während der Graf dieſe Worte vor ſich hin mur⸗ melte, donnerte innen im Gewölbe der Zigeuner wie raſend gegen die Thür, ſchrie, heulte, fluchte, jam⸗ merte, und bat den Grafen um Erbarmen, indem er hoch und theuer ſchwur, den Knaben ohne irgend eine Entſchaͤdigung auszuliefern. Aber der Graf hörte nicht einmal nach ihm hin, ſondern entfernte ſich gemächlich von dem Gewölbe, ging durch die vielen Zimmer und Corridore zurück, und verſäumte nicht, jede Thür, durch welche er kam, auf das Sorgfäl⸗ tigſte hinter ſich zu verſchließen, bis er ſein eigenes Gemach wieder erreicht hatte. Dann ging er in das Vorzimmer, entfernte die Dienerſchaft aus demſel⸗ ben, indem er jedem Einzelnen einen Auftrag er⸗ theilte, der ihn auf laͤngere Zeit von dem Hauſe fern halten mußte, und gab ſich nun der Ueberzeu⸗ gung hin, daß ein Jeder glauben müſſe, der Zigeu⸗ ner habe ſich während ſeiner Abweſenheit entfernt. Dieſe Abſicht erreichte der Graf vollkommen.