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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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kurz oder lang völlig ein Siechling werden. Die Mutter liebte, wie geſagt, ihren Sohn zärtlich, und da Graf Cecil immer und immer von ſeiner Schwäche redete, ſo glaubte ſie endlich daran, daß Captal wirklich ein ſchwaͤchliches Kind ſei, und fragte den Arzt, ob er einen Sommeraufenthalt auf dem Lande für gerathen fände. Der Arzt hatte nichts dagegen einzuwenden und die Mutter begab ſich mit ihrem Sohne und ihrer Dienerſchaft nach dem Schloſſe Montbris, nicht weit von der Savoy'ſchen Grenze gelegen. Graf Cecil begleitete ſie mit ſeinem Sohne Robert, der drei oder vier Jahre älter iſt als Cap⸗ tal. Natürlich, wie er ſagte, nur, damit die Frau Gräfin und ihr kleiner Liebling nicht ſo einſam und allein ſein mögten. Die Gräfin, obwohl ſie ihren Schwager nicht liebte, konnte ihn doch nicht zurück⸗ weiſen, und eine Zeitlang ging auf dem Schloſſe alles ganz vortrefflich. Captals Geſichtsfarbe wurde friſch und roth, und ſein Auge blitzte muthiger und lebhafter als jemals. Natürlich! Er tummelte ſich den ganzen Tag mit ſeinem Vetter Robert im Parke umher, jagte Schmetterlinge und Käfer, und ath⸗ mete mit Entzücken die freie Luft. Das bekam dem Knaben ſehr wohl, und ſein kleines hübſches Geſicht

wurde von der Sonne ſo tief gebraͤunt, daß ſeine 2 ³6