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eine ganz andere Bebandtniß⸗ Höre zu; ich will dir eine kurze Geſchichte erzählen. In Paris wohnte einmal ein reicher Graf, Namens Darville. Er hatte zwei Söhne. Der eine hieß Karl, der andere Cecil. Karl war ein edler, feuriger, d zen aber auch mildherziger Knabe; Cecil war ein heuchleriſcher Bube, der allen Leuten ſchön that, um ſie hinter⸗ her zu verſpotten und heimlich ſeine Tuͤcke an ihnen auszulaſſen. Als ſie erwachſen waren, ſtarb ihr Vater, und hinterließ ihnen ſeine Schlöſſer, ſeine Güter, ſeine Häuſer in Paris. Im Grunde erbte Karl allein, und Cecil nur einen geringen Theil al⸗ ler Reichthümer. Aber Karl war edelmüthig, und gab die Hälfte der Schätze dem Bruder, welcher nun nach der anderen Hälfte nur um ſo begieriger wurde. Sein ganzes Sinnen und Trachten ging darauf hinaus, ſeinen Bruder zu berauben, ihn zu Grunde zu richten, ſeine Habe an ſich zu ziehen. Aber ſeine Ränke und Schliche halfen ihm nichts. Karl kam dahinter und warf den Schurken aus ſei⸗ nem Hauſe. Darauf vermählte er ſich, und ſeine Gattin ſchenkte ihm einen ſchönen Knaben, den er in der Taufe, einem alten Oheime zu Ehren, den ſonderbaren Namen Captal gab.“
„Ah, und unſer Captal, das iſt ſein Sohn.« Captal. 2


