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Dienst um Dienst : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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danken zu ſammeln, und ſich auf ſeine Zuſammenkunft mit dem Lieutenant des Bey Ahmed vorzubereiten.

Daß er den Letzteren in der Feſtung nicht gegen⸗ wärtig fand, ſchien ihm eher ein gutes als ein ſchlim⸗ mes Zeichen. Bey Ahmed galt für einen der wildeſten und grauſamſten Krieger, während Ben⸗Aiſſa, ſein Lieutenant, zwar den Ruf eines tapferen Mannes ge⸗ noß, aber keineswegs als blutdürſtig, oder auch nur unedelmüthig geſchildert wurde. Francois hatte ihn, ſeines Wiſſens, noch nie geſehen, obgleich ſie einander ſchon auf dem Schlachtfelde begegnet ſein mochten, und um ſo begieriger war er, ihn von Angeſicht zu Ange⸗ ſicht kennen zu lernen.

Indeß verſtrich faſt eine Stunde, ehe ſein Begleiter zurückkehrte, und ihn aufforderte, mit ihm zu gehen. Der Araber führte ihn durch eine Reihe einfach aus⸗ geſtatteter Gemächer, bis zu einem grün ſeidenen, ſchweren Vorhange, den er zur Seite drückte, und ſo eine Thüröffnung enthüllte, welche den Einblick in ein reich verziertes Kabinet erlaubte.

Tritt ein!« ſagte er.»Hier wirſt du finden, den du ſuchſt.

Raſchen Schrittes und mit feſter Haltung folgte Francois der Einladung. Der Vorhang fiel hinter ihm.

Das Gemach war durch einige Ampeln, die an goldenen Schnüren von der Decke herabhingen, hell er⸗ leuchtet, und bei ihrem Scheine ſah er grade dem Ein⸗ gange gegenüber einen noch jungen Mann in orien⸗ taliſcher Kriegertracht mit untergeſchlagenen Beinen auf einem niedrigen Divan ſitzen. Er rauchte aus einer langen türkiſchen Pfeife. Seine Waffen lagen neben ihm auf einem Kiſſen, ſo daß er ſie jeden Augenblick