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Hunderten, Tauſenden zu erhalten! Ich bin bereit, mein General.“
»Nun denn, in Gottes Namen! Begleiten Sie mich in mein Zelt, Kapitän, wo ich Ihnen die nöthi⸗ gen Inſtruktionen ertheilen werde. Wir wollen dem Feinde eine goldene Brücke bauen— auf ſein Haupt komme, wenn er ſie nicht benützt.«
Der Abend dämmerte, als ein Reiter in der Tracht der Spahi's Abd⸗el⸗Kaders, dieſes berühmteſten aller arabiſchen Häuptlinge, keck durch das franzöſiſche La⸗ ger ſprengte, und ſich im raſcheſten Roſſeslaufe dem Thore Bab⸗el⸗Cantarah näherte, welches von dem Pla⸗ teau Manſurah zum Innern der Feſte Conſtantine führt. Der rothe Burnus, die rothe Weſte, und das flatternde weiße Tuch unter dem Feß, das ſein Haupt bedeckte, machten ihn leicht als einen der gefürchteten„rothen Reiter“ des Emirs erkennbar, und mehrere Flinten⸗ ſchüſſe knallten hinter ihm her, als er wie ein Vogel
* den Vorpoſten der Franzoſen vorüber flog. Aber
keine Kugel traf den Verwegenen. Unverletzt langte er am Thore an, und forderte mit lauter Stimme in arabiſcher Sprache Einlaß.
Der rothe Reiter war Frangois, welcher die ara⸗ biſche Kriegertracht angelegt hatte, um ohne Hinderniß in das Thor von Conſtantine einpaſſiren zu können.
Die Liſt glückte vollkommen. Man öffnete ihm eine Seitenpforte, und, das Pferd am Zügel führend, betrat er die Stadt mit kühnem und furchtloſem Her⸗ zen. Hinter ihm ſchlug krachend die Pforte wieder zu, und er ſtand inmitten eines Haufens von Feinden, die ihn im Nu zuſammengehauen haben würden, wenn ſie
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