fort. François ging natürlich an der Seite ſeines Vaters, indem er ſein Pferd am Zügel führte. Nur wenige Worte wurden unterwegs ausgetauſcht. Erſt als das Regiment von dem feſten Schloſſe Beſitz ge⸗ nommen hatte, und die verſchiedenen Wachtpoſten ver⸗ theilt worden waren, fanden der Oberſt und Frangois eine ruhige Stunde und ein ſtilles Plätzchen, wo ſie ſich ihre Erlebniſſe ſeit der Trennung erzaͤhlen konnten.
Wir haben nur Einiges davon nachzutragen. Die Schickſale des Oberſten ſind uns bereits bekannt, und auch von Francois iſt nichts weiter zu berichten, als daß er mit der kleinen Reiterſchaar, welche der Vater ſeines Freundes Abdul dem Dey zuzuführen beabſich⸗ tigte, glücklich in der Nähe von Algier angelangt war, ohne von den zum Zuge ſtoßenden Arabern als Fremd⸗ ling erkannt worden zu ſein.
Die Ankunft war am geſtrigen Tage, während des heftigſten Bombardements erfolgt. Da der Scheikh ſo⸗ gleich erkannte, daß ſeine Zwiſchenkunft das Schickſal von Algier nicht abwenden konnte, ſondern nur ihn ſelber und ſeine Begleiter in's Verderben ſtürzen muͤßte, ſo wurde in einiger Entfernung von der Stadt Halt gemacht. Wie ſehr auch Francois ſich darnach ſehnte, zu ſeinen Landsleuten zu gelangen, deren Geſchütze er donnern hörte, deren Bajonette er in der Ferne blitzen ſah, konnte er ſich doch nicht davonſchleichen, ehe nicht die Nacht völlig eingebrochen war. Auch da noch mußte er auf ſeiner Hut ſein, denn die Araber hatten Wachen ausgeſtellt, und würden nicht das mindeſte Be⸗ denken getragen haben, ihn bei dem geringſten Ver⸗ dachte einer Flucht ihrer Rache zu opfern. Abdul ſelbſt


