ſagte der Kapitän.„Wir dürfen keine Minute länger zögern. Geben Sie Befehl zum Segelkürzen! Alle Mann herauf! Keine Hand wird zu viel ſein!
Selbſt der Oberſt, trotz ſeiner Ungeduld, that keinen Einſpruch, denn die Windſtöße folgten einander jetzt häufiger und nahmen raſch an Ungeſtüm und Heftig⸗ keit zu. Die See ging hoch und einzelne Schaumwellen ſpritzten über das Verdeck.
„In einer Stunde bricht die Nacht herein, und ich fürchte, eine ſchlimme Nacht wird es geben,“ ſagte der Kapitän, während die Matroſen mit Blitzesſchnelle die Segel refften.„Sie würden gut thun, Oberſt, in die Kajüte zu gehen. Der Aufenthalt auf dem Verdeck wird bald nicht mehr ſehr behaglich ſein.«
„Glauben Sie, daß wir eine ernſtliche Gefahr zu befürchten haben.“
„Nein, ich denke nicht, nur eine ziemlich unange⸗ nehme Nacht. Die Brigg iſt im beſten Stande, und wird leiſten, was irgend ein Schiff aus Holz und Eiſen zu leiſten vermag. So lange wir uns von der Küſte fern halten können, hat die Hand voll Wind nicht viel zu bedeuten, und jedenfalls werden wir auf unſerer Hut ſein, und unſere Schuldigkeit thun. Vor der Hand iſt nichts zu beſorgen als einige Sturzwellen, die uns recht tüchtig auswaſchen werden. Da ſehen Sie, es fängt ſchon an. Sie thäten wirklich beſſer, Oberſt, die Kajüte aufzuſuchen.“
Eine Woge höher als alle übrigen, war über das Verdeck geſchwappt, gerade als das Vordertheil der Brigg tief in eine Höhlung der Wellen eintauchte, und hatte ſowohl den Oberſten, wie den Kapitän tüchtig eingeweicht.
„Dienſt um Dienſt. 28


