ein Zeichen von der Nähe des Kriegs⸗Geſchwaders zu entdecken. Aber immer ſah er nichts als Himmel und Waſſer, und kein Segel wollte aus den blauen Fluthen auftauchen.
„Mich dünkt, wir kommen gar nicht von der Stelle, Kapitän Briant,“ ſagte er.»„Ihre Brigg ſchleicht wie eine Schnecke über die See.“«
»Wir machen zehn Knoten die Stunde, Oberſt,“ erwiederte der Befehlshaber des Schiffes.„Sie be⸗ merken wohl, es weht eine recht friſche Briſe, und wenn ſie noch ein paar Striche weiter nordweſtlich ſtünde, ſo würden wir bald genug die weißen Mauern von Algier in Sicht haben. Aber bei dem ewigen La⸗ viren kommt man freilich nicht raſch von der Stelle.“
»Sie ſollten mehr Segel ſetzen, Kapitän!«
»Im Gegentheil, Oberſt. Die Brigg trägt faſt ſchon mehr Tuch als ihr gut iſt, und wenn die Briſe ſo fort macht, werden wir bald die Fichthörner ein⸗ ziehen müſſen. Der Himmel gefällt mir gar nicht, und es ſieht ganz ſo aus, als ob noch ein paar tüch⸗ tige Säcke voll Wind dort hinter der ſchwarzen Wol⸗
kenwand lauerten, um bei der nächſten beſten Gelegen⸗
heit die Stärke unſerer Leinwand auf die Probe zu ſtellen. In der That, ich glaube, wir werden die Segel kürzen müſſen.“
Ein brauſender Windſtoß, welcher tüchtig im Takel⸗ werk raſſelte, ſchien ſeinen rten Nachdruck verleihen zu wollen. Der erſte Lieutenant näherte ſich dem Ka⸗ pitän, und deutete mit bedenklichem Blicke auf die dro⸗ hende Wolkenwand, welche ſich, wie ein rieſiger Schleier, weiter und weiter über den Himmel ausbreitete.
»Ja, bei Gott, Lieutenant Morel, Sie haben recht,«


