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Dienst um Dienst : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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auf eine geringe Schwäche in dem verletzten Fuße, fühlte er ſich wieder friſch und geſund, und in Folge deſſen ſehnte er ſich mehr als je darnach, mit ſeinem Waffen⸗ gefährten wieder zuſammen zu treffen.

Ungeduldig fragte er den Kapitän Briant wohl zehnmal des Tages, ob man denn immer noch nichts von dem vorausgeſegelten Geſchwader ſehen könne, und immer mußte der Kapitän, lächelnd über die Ungeduld des Oberſten, die Frage verneinen.

Uebrigens iſt noch gar nichts verſäumt, mein be⸗ ſter Oberſt,« tröſtete er.Wir haben in den letzten Tagen widrigen Wind gehabt, und die Flotte hat ohne Zweifel ſo gut darunter leiden müſſen, als wir. Wer weiß, wo ſie jetzt kreuzt? Vielleicht ſteht ſie weiter von Algier ab, als unſere Brigg, und wenn uns das Glück günſtig iſt, können wir möglicher Weiſe noch zuerſt ankommen. Nur freilich, Wind und Wellen laſ⸗ ſen ſich nichts befehlen, und es bleibt uns nur die Be⸗ ruhigung, daß, was uns aufhält, auch die Ankunft der Flotte verzögert. Halten Sie ſich verſichert, Oberſt, daß ſchwerlich eine Kanone abgefeuert werden wird, ehe Sie an der Spitze Ihres Regimentes ſtehen. Im⸗ mer vorausgeſetzt natürlich, daß uns das Schickſal kei⸗ nen Strich durch die Rechnung macht, denn, wie ge⸗ ſagt, Wind und Wellen ſind ihre eigenen Herren, und recht launiſche noch obendrein.

Mit dieſer Auskunft mußte ſich der Oberſt nun ſchon zufrieden geben, aber ſeine Ungeduld minderte ſich deßhalb doch nicht. Stundenlang ſtand er im Vor⸗ dertheile des Schiffes an den Fockmaſt gelehnt, und durchſpähte, ein Fernrohr in der Hand, den weiten

Horizont des Meeres, immer in der Hoffnung, irgendwo