12
günſtiger Wind das glänzende Geſchwader weiter und weiter auf die hohe See entführte, und zuletzt nur die weißen Segel noch glänzend aus der Ferne herüber ſchimmerten. Da erſt wendete der Oberſt Dumourier ſeufzend ſeine Blicke von der Flotte ab, und lehnte ſich mit finſterer Stirn in ſeine Kiſſen zurück.
Frangois, der neben ihm ſtand, fand kein Wort des Troſtes für den Vater, denn er ſelber trauerte und die hellen Thränen getäuſchter Hoffnung perlten über ſeine Wangen.
„Nun, mein Junge, laß es dir nicht allzuſehr zu Herzen gehen,“ ſagte endlich der Oberſt, welcher zuerſt einigen Gleichmuth wiederfand, als er die tiefe Betrüb⸗ niß ſeines Knaben bemerkte.„Du haſt ja ſelbſt ge⸗ hört, was der Ober⸗General zu mir ſprach. Noch we⸗ nige Tage, und wir werden auf ſchnellem Schiffe der Flotte folgen, ſie einholen und jedenfalls noch zu rech⸗ ter Zeit kommen, um an den bevorſtehenden Gefechten Theil zu nehmen. Bis die Armee an der afrikaniſchen Küſte ausgeſchifft wird, können noch Wochen vergehen. Alſo Muth, noch iſt nichts verloren, und die Hoff⸗ nung bleibt uns.“
Wie ſehr Francois den Unfall des Vaters beklagen mochte, welcher ihn am Lande zurückhielt, während die Kriegsgefährten in froher Zuverſicht dem erſehnten Ziele zueilten, ſo blieb eben doch nichts weiter übrig, als in Geduld auszuharren und ſich in das Unvermeidliche zu ergeben. Uebrigens begann auch die Beſſerung des Oberſten raſche Fortſchritte zu machen, und am vierten Tage nach Abfahrt der Flotte machte der Oberſt ſchon den Verſuch, aufzuſtehen, und mit Hülfe eines Krück⸗


