Kaiſer geſchwungen hatte. Noch fühlte er ſich nicht zu alt, einen neuen Feldzug mitzumachen und ſeinem Vaterlande nützliche Dienſte zu leiſten, und nur der Gedanke an Francois, den geliebten Sohn, hielt ihn zurück, dem General Bourmont, einem alten Kamera⸗ den, welcher zum Befehlshaber der Landungs⸗Armee ernannt worden war, ſeinen Degen und ſeine Dienſte anzubieten.
Frangois, ein kluger und muthiger Knabe, er⸗ rieth indeß bald die Wuünſche des Vaters. Er war um dieſe Zeit ſechszehn Jahre alt. In der polytech⸗ niſchen Schule erzogen, genoß er das Lob eines fleißi⸗ gen und kenntnißreichen Schülers, und erfreute ſich noch außerdem einer kräftigen, behenden Geſtalt und einer eiſenfeſten Geſundheit.
„Vater,“ ſagte er eines Tages, als er den Oberſten bei der Rückkehr aus dem Inſtitute wieder einmal im Anſchauen der einſt geführten Waffen verſunken fand— „mein lieber Vater, du ſehnſt dich darnach, den Feld⸗ zug nach Algier mitzumachen! Warum es verheim⸗ lichen? Ich weiß es ſeit dem Augenblicke, wo du das Kriegs⸗Manifeſt in der Zeitung laſeſt.«
„Sacrebleu, Junge, wer hat es dir verrathen?« fragte der Oberſt, indem er ſeinen noch immer glän⸗ zend ſchwarzen Schnurrbart ſtrich, und einen funkelnden Blick auf den Sohn heftete.
„Du ſelbſt, Vater!« erwiederte Frangois keck.„Deine Augen blitzen damals, wie eben jetzt, und unwillkühr⸗ lich murmelteſt du vor dich hin. ‚Wer dabei ſein könnte!⸗ Seitdem habe ich dich oft angetroffen, wie du deinen Degen betrachteteſt, und Alles in Allem iſt es ja nicht
ſchwer zu errathen, daß ein tapferer Soldat ſich nach


