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Wagram Oberſt. Seine kriegeriſche Laufbahn wuͤrde wahrſcheinlich noch glänzender geweſen ſein, wenn nicht einige Jahre ſpäter der Glücksſtern des Imperators erblichen wäre. Mit der Schlacht bei Belle⸗Alliance ſanken die franzöſiſchen Adler, und mit ihnen das fran⸗ zöſiſche Kaiſerthum.
Treu dem Andenken an ſeinen hochverehrten Kriegs⸗ Herrn wollte der Oberſt nicht dem neuen Regimente dienen; ſondern legte die Waffen nieder, zog ſich in den Privatſtand zurück, und lebte allein ſeiner Familie. Eine liebenswürdige Frau und ein reizender Knabe, zu jener Zeit eben ein Jahr alt, und der Genuß eines mäßigen Vermögens, welches ihm ein genügendes Aus⸗ kommen ſicherte, bildeten die Grundlagen eines beſchei⸗ denen Glückes, deſſen ſich der Oberſt vermuthlich bis an ſein Lebensende erfreut haben würde, wenn ihm nicht in den letzten zwanziger Jahren ſeine Gemahlin durch den Tod entriſſen worden wäre. Dieſer ſchmerz⸗ liche Verluſt beugte ihn tief danieder, und er verſank in eine finſtere Traurigkeit, welche ſelbſt die Zärtlich⸗ keit ſeines Sohnes Francois nur auf kurze Augenblicke zu dämpfen und zu verſcheuchen vermochte.
Da erſchien plötzlich am 20. April das franzöſiſche Kriegsmanifeſt gegen den Dey von Algier, und dieß vertrieb auf einmal die Wolken, welche die Seele des Oberſten beſchattet hatten. Während eines langen, thatenloſen Friedens hatte er die Waffen nicht führen mögen, jetzt aber, wo ein glänzender Feldzug gegen einen übermüthigen Feind zu erwarten ſtand, regte ſich die alte Thatenluſt wieder, und nicht ſelten hafteten ſeine Blicke verlangend auf ſeinem blanken Schwerte,
das er ſo oft in ehrenvollem Kampfe unter ſeinem
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