t
—
Waſſer ſchienen ſich voöllig verlaufen zu haben. W
den. Vorausgeſetzt natürlich, daß ſte von Hans Sprüngl benachrichtigt worden waren. Der Sturm tobte fort, die Waſſer ſtürzten immer heftiger hernieder, und verwandelten ſich endlich in einen gewaltigen Gießbach, der mit ununterbrochener Wucht in die Tiefe hinab donnerte. Uly freute ſich deſſen; mit der anwachſenden Waſſermenge wuchſen auch ſeine Hoffnungen. Gegen Abend vernahm er ein heftiges Praſſeln und Poltern, welches durch den Tunnel her zu ſeinem Ohre“ drang. Begierig, die Urſache davon zu erfahren, eilte er hinauf, und bemerkte, daß auch die Schneedecke über dieſer zweiten, breiteren Schlucht dem Andrange des Waſſers nicht hatte widerſtehen können, ſondern in ſich ſelbſt zuſammengebrochen war. Durch die Oeffnung ſtrömte, wie in der vorderen Schlucht, ein Katarakt in die Tiefe, und erfüllte ſie mit ſo toſenden Donnern, daß Uly die Eismaſſen unter ſeinen Füßen zittern zu fühlen glaubte. Zum Glück drang das Waſſer nicht in ſeinen Tunnel ein, da der Zugang deſſelben durch überhängende Eismaſſen vollkommen geſchützt war. Die Nacht kam; der Föhn dauerte fort, und durch ihn das Schmelzen der Schnee⸗ und Eismaſſen. Als es dunkel wurde, legte ſich Uly in ſeinen gewohnten Winkel zur Ruhe, und ſchlief bis zum hellen Morgen. Als er aufwachte, brauste noch immer der Sturm, und ſtrömten rauſchend die Waſſer. Dies hielt fortwährend an noch achtundvierzig Stunden hindurch. Erſt dann beruhigte ſich der Aufruhr in der Natur; die Wol ſchwanden, der blaue Himmel lächelte hernieder, und
ſtens rieſelten nur noch Tropfen an den Eisw ſe


