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war, ſchloſſen ſich ſeine Augen. Das machte, weil er zu Dem ſeine Zuflucht genommen, der auch das äußerſte Elend zu lindern, und dem Stachel des bitterſten Schmer⸗ zes die Spitze zu brechen weiß.
Am nächſten Morgen ſchneite es noch immer, und ſo ununterbrochen faſt drei Tage hinter einander. Jetzt konnte Uly nichts mehr ſehen, denn die Schlucht war ſo weit zugeſchneiet, daß er die Schneedecke nicht mehr, weder mit ſeiner Flinte, noch mit ſeinem Alpenſtocke durchbohren konnte. Im Ganzen genommen, konnte es ihm nun auch gleichgültig ſein, ob der Schnee noch weiter fiel oder nicht. Jedenfalls waren ſchon längſt alle Wege und Stege, die aus dem Matterthale zur Gletſcherhöhe führten, vollſtändig verwehet und verſchüt⸗ tet, und es blieb ſich nun gleich, ob die Schneedecke noch ein paar Ellen dicker wurde oder nicht. Jedenfalls war für Uly keine Ausſicht auf Befreiung mehr da vor dem Beginne der warmen Jahreszeit, und es galt da⸗ her bis dorthin auszuharren, und die wenigen Hülfs⸗ mittel, die ihm in ſeiner traurigen Lage geblieben wa⸗ ren, möglichſt zu benutzen und zu verwerthen.
Uly überlegte ruhig, was er zu thun habe. In Folge ſeiner glücklichen Schüſſe und des großmüthigen Einfalles Sprüngli's, ihm den erlegten Steinbock in die Schlucht hinab zu werfen, brauchte er den Hunger nicht zu fürchten. Seine Vorräthe, die in dem Gletſchereiſe dem Verderben nicht unterworfen waren, reichten auf Monate aus zur Erhaltung ſeines Lebens. Den Durſt löſchte er mit Schnee, den er in ſeinem Munde ſchmel⸗ zen ließ und dann verſchluckte. Vor der Kälte ſchuͤtzten ihn hinreichend die Häute der Gemſen und Steinböcke, und ſo hatte er, im Grunde genommen, nicht viel zu


