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Keine Rückkehr : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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jetzt ſchon im Matterthale angelangt ſein, vielleicht ſeit einer Stunde ſchon. Alſo um ihn brauchte er weder Angſt noch Sorge zu haben.

Aber wie ſtand es um ihn ſelbſt?

Uly zitterte davor, ſich dieſe Frage aufrichtig und ehrlich zu beantworten, und doch rief ſie ihm ſeine Er⸗ fahrung unerbittlich zu, und erfüllte ſein Herz mit Schrecken. Hielt das Schneien nur einen oder zwei Tage an, ſo mußte er jede Hoffnung ſchwinden laſſen, vor dem nächſten Frühlinge befreit zu werden, ob nun Hans Sprüngli die Nachbarn benachrichtigte oder nicht. Der Winter war da, in ſeiner vollen Strenge. Hatte nun einmal der Schnee die Zugänge zum Hochgebirge ausgefüllt, ſo ſchmolz er nicht mehr vor dem Eintritte der warmen Jahreszeit, und keine menſchliche Kraft war im Stande, ſich durch dieſe ungeheuren Schnee⸗ maſſen einen Weg zu dem oberen Gletſcher zu bahnen. Demnach blieb dem armen Uly nur noch ein einziger Hoffnungsfunken übrig, nämlich, daß der Schneefall bald aufhoͤren und die Zugänge nach den Gletſchern nicht verſchütten könne. An dieſe letzte Hoffnung klam⸗ merte er ſich an, wie der Ertrinkende an einen Stroh⸗ halm. Seine Träume von Glück und Wonne aber waren gänzlich verſchwunden, und er fühlte jetzt nichts Anderes mehr, als eine entſetzliche Bangigkeit.

An Schlaf und Ruhe in dieſer Nacht war für ihn nicht zu denken. Die Sorge ſcheuchte den Schlummer von ſeinen Augenlidern. Wohl hundert Mal während der Nacht trat er aus ſeiner Grotte in die Schlucht hinaus, und ſah, ob es noch ſchneite. Und es ſchneite noch; immer noch, immer fort ſchneite S8, und die