Druckschrift 
Keine Rückkehr : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

68

hörte das laute, frohe Jauchzen ſeines Toni, er ver⸗ nahm den Freudenruf der Nachbarn, die unverzüglich ihre Vorbereitungen zu ſeiner Befreiung, zu ſeiner Er⸗ löſung trafen!

Der glückliche Uly!

Ach, glüͤcklich nur auf wenige lichte, ſonnenhelle Stunden, denen bald wieder die düſtere Nacht der Hoff⸗ nungsloſigkeit folgen ſollte.

Als die Sonne untergegangen war, ſaß Uly noch immer im Freien vor ſeiner Grotte, und blickte noch immer unverwandt zum Himmel hinauf. Er hoffte, daß die freundlichen Sterne ihm Himmelsgrüße hoch von Oben her bringen würden, aber gegen alles Er⸗ warten nahm die Finſterniß mehr und mehr überhand, und nicht ein einziges funkelndes Himmelslicht zeigte ſich ſeinen Augen. Dagegen fühlte er plötzlich eine Empfindung prickelnder Kälte in ſeinem Geſicht, und im nächſten Augenblicke erkannte er, daß es ſchneite, und zwar ſtark. Der Schnee wirbelte dicht in die Schlucht hinab, und hatte ihn ſchon nach wenigen Mi⸗ nuten in einen weißen Mantel eingehüllt. Er erſchrak.

Gebe nur Gott, murmelte er vor ſich hin,daß wenigſtens der brave Hans Sprüngli das Matterthal erreicht, ehe er von dem Schneeſturm überfallen wird.« Uly wußte, daß der Mann verloren ſein mußte, wenn ul die Wirbel des Schnee's hinein gerieth. Selbſt der der Gagend kundigſte Wanderer findet bei ſolchem Unwetter en Gebirgen nur ſchwer ſeinen Weg, wie viel wezager e findet ihn Einer, der ganz fremd in der Gesend iſt, wie es unzweifelhaft

Hans Sprüngli war. Aber Uly benphigte ſich nach kurzer Ueberlegung wieder. Der wack Mann mußte