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Gletſcherwelt des Monte Roſa führen. Alle hatten ihre Büchſen und Flinten mitgenommen, um nöthigenfalls dem wahrſcheinlich verungluͤckten Kameraden durch Alarm⸗ ſchüſſe ihre Anweſenheit und Hülfs⸗Bereitwilligkeit kund zu thun, und ihn zur Erwiederung ihrer Schüſſe zu ver⸗ anlaſſen. Einige von ihnen führten auch Seile, Stricke, kleine Leitern und Stangen mit ſich, welche als nütz⸗ liche Werkzeuge zur Rettung Uly's beitragen und ſogar nothwendig werden konnten, und Alle hatten in ſich den guten Willen, keine Anſtrengung und keine Gefahr zu ſcheuen, wenn es galt, ihren Freund und Nachbarn ir⸗ gend einer gefährlichen Lage zu entreißen.
So ging es muthig vorwärts, und auch Toni blieb hinter den Anderen nicht zurück. Als ſie an dem erſten großen Gletſcherfelde anlangten, wo Uly geraſtet und ſich durch Speiſe und Trank erquickt hatte, bemerkten ſie die Spur ſeiner Fußtapfen im Schnee, und ein all⸗ 5 gemeiner Freudenruf war die Folge dieſer willkommenen Entdeckung. Sie erſahen aus dieſem günſtigen Umſtande,
daß ſie ſich auf der richtigen Fährte befanden, und ſie hatten jetzt nichts weiter noͤthig, als nur der Spur nach⸗ zugehen, die ſie zuletzt unfehlbar an's Ziel führen
mußte. „ Vorwärts! Vorwärts!“ riefen die wackeren Leute, und betraten ohne Zögern das breite Gletſcherfeld, immer den Spuren folgend, die Uly zurückgelaſſen hatte. Manch⸗ mal gingen dieſelben verloren, aber immer fand man ſie wieder auf, bald auf dem Eiſe, wo die ſcharfen Nä⸗ gel unter den Schuhſohlen deutlich erkennbare Eindrücke zurückgelaſſen hatten, theils in dem lockeren Firn, wo d. Fuß bis über den Knöchel hinein geſunken war. Glzichwohl kam man auf dem Gletſcherfelde nur langſam Keine Ruͤckkehr. 1


