willig zeigen würde.
kindlichen Flehen nachgab, mit der Bedingung, daß er
wird ſich zu helfen wiſſen, welche Gefahren ihn auch
umringen mögen!“
Die Mutter antwortete dem Knaben nicht, ſte weinte und ſeufzte nur fort und fort, und gab ſich rückhaltslos ihrem Schmerze hin. Toni konnte das nicht länger ru⸗ hig mit anſehen, ſondern faßte einen kecken Entſchluß.
»Mütterchen,“ ſagte er,„das Weinen nützt nichts, man muß handeln. Ich will auf die Berge hinauf, und den Vater ſuchen. Ich kenne ungefähr die Gegend,
wo er jagen wollte, und wenn er wirklich in Gefahr
iſt, will ich ihm Rettung bringen.«
Die Mutter erſchrak über die verwegene Abſicht des kaum zwölfjährigen Knaben, und umſchlang ihn mit beiden Armen, als ob ſie nicht von ihm laſſen wollte.
»Nein, nein, Toni,« ſagte ſie haſtig.„Du biſt zur Ausführung eines ſolchen Vorhabens noch viel zu jung, und wenn den Vater das Verderben ereilt hat, ſo wür⸗ deſt du unfehlbar nur dem gleichen Schickſale entgegen gehen. Soll ich denn Gatten und Sohn zu gleicher Zeit verlieren? Nein, ich laſſe dich nicht von mir!«
Toni liebte ſeinen Vater und ſeine Mutter viel zu ſehr, um auf die erſte Weigerung der Letzteren ſeinen Plan aufzugeben. Er glaubte ebenfalls den Vater in Gefahr, obgleich er ſich den Anſchein des Gegentheils zu geben verſuchte,— er ſah die Thränen, hörte die ſchmerzlichen Klagen der Mutter, und befeſtigte ſich mehr und mehr in ſeinem Entſchluſſe. So lange und inſtän⸗ dig drang er in die Mutter, bis dieſe endlich ſeinem
nicht allein, ſondern in Begleitung eines Nachbars müſſe, wenn irgend Einer von ihnen ſich!
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