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wundenen Hörnern er den erlegten Steinbock erkannte. Haſtig ſtürzte er auf ihn zu, beugte ſich zu ihm nieder, und machte eine Anſtrengung, den ſchweren Körper auf⸗ zuheben und auf ſeine Schultern zu laden. In dieſem Augenblicke knickten und knatterten Eis und Schnee unter ſeinen Füßen, Uly ließ einen gellenden Ausruf des Entſetzens hören, und dann verſchwand er unmittel⸗ bar darauf unter der trügeriſchen Decke, die eine Glet⸗ ſcherſpalte von unberechenbarer Tiefe verborgen hatte. Sie war dicht und feſt genug geweſen, den Körper des Steinbockes zu tragen, aber unter der durch Uly ver⸗ doppelten Laſt brach ſie ein, und Wild und Jäger wur⸗ den von einem Abgrunde verſchlungen, von dem Nie⸗ mand ſagen konnte, ob eine Rückkehr daraus möglich ſein würde.
Zweites Kapitel. Daheim.
Drei bis vier lange Tage waren ſeit dem Auszuge Uly's verſtrichen, und noch war keine Kunde von ſeinem Schickſale in ſeine Heimath zu Frau und Kind gedrun⸗ gen. In den erſten Tagen fühlte Frau Elsbeth keine beſondere Unruhe über das Ausbleiben ihres Mannes, oder, wenn eine trübe Ahnung in ihr auftauchen wollte, ſo wendete ſie abſichtlich ihre Gedanken davon ab, und ſuchte ſie mit aller Anſtrengung ihrer Seele zu verban⸗ nen. Sie wußte, daß die Gemſen⸗ und Steinbock⸗Jäger


