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der Wanderung des Morgens nicht gelitten. Noch über⸗ zeugte ſich Uly, daß ſein Stutzen in ſchußfertiger Ord⸗ nung war, daß das Pulverhorn und das kleine Beil, welches die Gemſenjäger beim Erſteigen der Gletſcher gewöhnlich im Gürtel tragen, ſich an Ort und Stelle befanden, und dann ſtand er auf, und trat ſeinen müh⸗ ſamen Weg über das breite Gletſcherfeld an.
Langſam, vorſichtig und bedächtig ſchritt er vorwärts, mit ſcharfem und geübtem Blick jede Stelle muſternd und prüfend, wohin er ſeinen Fuß ſetzen wollte. Manch⸗ mal mußte er über lockeren Firn hinweg ſchreiten, in den er mit jedem Schritte bis über die Knöchel einſank; dann wieder mußte er Stellen paſſiren, wo das Eis, blank, glatt und ſtarr, wie Stahl, ſeinem feſten Tritte kaum einen Halt gewähren zu wollen ſchien; und manch⸗ mal wieder ſah er ſich gezwungen, einen Sprung über unergrundlich tiefe, klaffende Eisſpalten zu machen, von deſſen Erfolge Tod und Leben abhing. Ein Ausgleiten des Fußes am jenſeitigen Rande hätte unfehlbar den Sturz in die Tiefe, und mithin Zerſchmetterung ge⸗ bracht.—
Uly kannte aber alle Gefahren, die ihn auf Schritt und Tritt umringten, und er beſaß Uebung und Geiſtes⸗ gegenwart genug, ihnen auszuweichen, oder ſie zu über⸗ winden. Langſam, aber mit ausdauernder, zäher Kraft arbeitete er ſich durch den lockeren Firn; gewandt und leicht überwand er die furchtbare Glätte einzelner Eis⸗ ſtrecken, und ſchwang ſich mit Hülfe ſeines ſtarken Alpen⸗ ſtockes kühn über die breiten Eisſpalten hinüber. Wo
die gewöhnliche Sicherheit und Feſtigkeit des Schrittes
nicht ausreichte, gebrauchte er Kniee und Hände, um weiter zu rutſchen, wie eine Schlange, platt auf dem


