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Keine Rückkehr : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Zweihundert und dreißig Francs, Mutter, ſagte eines Tags Uly mit lächelnder Miene zu ſeiner Frau, als er wieder einmal ſein kleines, mühſam erworbenes und erſpartes Kapital durchgezählt hatte.Wenn die Jagd in dieſem Herbſte nur einiger Maßen günſtig aus⸗ fällt, ſo können wir Toni ſchon nach Weihnachten zum Herrn Pfarrer in Randa bringen, der ein ſo kluger, gelehrter und guter Herr iſt.«

»Ich will dir's wünſchen,« verſetzte Frau Elsbeth herzlich,aber denke nur auch daran, daß es ja keine ſo große Eile hat, und ſetze dich nicht unnöthiger Weiſe Gefahren aus. Beſſer iſt's, zu warten, als zu Schaden kommen, und der Toni iſt noch jung, es kommt bei ihm auf ein Jahr früher oder ſpäter nicht an.

»Haſt ſchon Recht, gutes Weib, antwortete Uly, ich werde mich nicht tollkühn in Gefahren ſtürzen,

aber ich muß auch das Meinige thun, damit ich endlich

einmal meinen beſten Herzenswunſch erfüllen kann. Morgen will ich hinauf auf den Monte Roſa. Ich habe geſtern dort an einer gewiſſen Stelle die Fährte eines Steinbocks entdeckt, und wenn mich nicht Alles trügt, wird mir die gute Beute nicht entgehen. Das giebt wieder einen Zuſchuß zu meinem kleinen Schatze.

»Wollte Gott, daß dir Alles wohl gelänge, Uly,« erwiederte Frau Elsbeth.Aber mir iſt immer bange, wenn du auf den Gletſchern des Monte Roſa umher⸗ ſchweifſt. Mein Vater ſchon, der manches Mal hoch droben war, erzählte mir, wie furchtbar es ſei in der eiſigen Wüſte, und daß auf jedem Schritte dem verwe⸗ genen Jäger Tod und Verderben droht.