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Abend des achten Juni zu Egbert und ſeinen wenigen treuen Landsknechten:
„Das Spiel iſt aus,“ ſagte er.„Wir haben es verloren, und es bleibt uns nichts übrig, als zu ſterben, oder das Vaterland zu meiden auf ewig. So verlaßt ihr mich denn, ihr meine tapferen und getreuen Brüder. Gehet, fliehet, verbergt euch! Noch ſonnige Tage kön⸗ nen euch beſchieden ſein!“
»Und Ihr, Ritter Florian? Was gedenkt Ihr zu thun?« fragte Egbert.
„Zu kämpfen— bis an das Ende!“ verſetzte der Ritter.„Nichts Anderes ziemt mir!«
„Wohlan, ſo werden wir mit Euch kämpfen— bis an das Ende,“ ſprach Egbert, und lagerte ſich entſchloſ⸗ ſen auf dem ſchattigen Gipfel des Spaltich.
Die wenigen Landsknechte, in den Waffen ergraute ernſte Männer, folgten ſtumm ſeinem Beiſpiele. In ihren Mienen las Florian, daß jedes fernere Wort der Mahnung und Ueberredung überflüſſig ſein würde. So ließ er denn geſchehen, was er nicht ändern konnte, und legte ſich neben ſeine lieben Getreuen in das thauige grüne Gras,— zum letzten Schlafe vor der letzten Schlacht.
Am neunten Juni, mit Anbruch des Tages, drangen von allen Seiten die Bündiſchen gegen den„Spaltich“ heran. Mit blanken Waffen, aber lautlos wurden ſie von Florian und den Seinen empfangen. Ein heißes Fechten, ein blutiges Ringen begann. Da floß das Blut in zahlreichen kleinen Bächlein an den Rändern des Hügels hinab. Ein Landsknecht nach dem andern ſank neben Florian in ſein Todesblut, aber nicht, ohne im Voraus den Tod gerächt zu haben. Ein Keulen⸗
Ritter und Bauer. 6


