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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Schaar noch übrig geblieben waren. Freilich hatte er faſt Alles verloren an Einem Tage des Zornes; faſt ganz allein ſtand er; aber er ſtand feſt, und trug ſchwei⸗ gend ſein Unglück. Zweierlei hatte er noch nicht ver⸗ loren: ſich ſelbſt und die Hoffnung. So lang ihm ſein Arm blieb und ſein Schwert, ſo lange blieb ihm auch der Wille, ſeinen unterdrückten deutſchen Brüdern zu helfen, und der Glaube an den Erfolg.

Aber trotz aller Zuverſicht nahmen die Ereigniſſe einen anderen Gang, als den Florian hoffte und auf den er rechnete. In der Gegend von Thann angelangt, fand Florian keinen Heerhaufen der Bauern mehr, ſon⸗ dern Alles zerſtreut, aufgelöſt und entmuthigt. Dagegen ſtand eine ſtarke Heeres⸗Abtheilung der Bündiſchen unter dem Befehl von Florian's eigenem Schwager, dem jun⸗ gen Wilhelm von Grumbach, in der Nähe, und ſchon hatte dieſelbe die Ankunft Florian's ausgeſpürt, und begann ſofort Jagd auf ihn und ſeine wenigen Getreuen zu machen.

Florian zog ſich auf den ſogenanntenSpaltich zurück, eine Waldhöhe, die zwiſchen den Schloͤſſern Vell⸗ berg und Limburg unweit Hall in Schwaben gelegen iſt, und hier breitete er ſich zum letzten Kampfe vor.

Zum letzten!

Nach den bitteren Erfahrungen der letztvergangenen Tage konnte er auf keine Erhebung des Volkes mehr zählen. Der Feind war ihm hart auf den Ferſen. Fliehen und ſich verbergen widerſtrebte ſeinem Sinne. So galt es denn alſo, den letzten Kampf zu fechten, und der Sache, der er ſein Leben geweiht, auch ſein Leben zu opfern. In dieſem Sinne ſprach er am