Druckschrift 
Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Florian ſah, es war keine Rettung mehr, als in einem kühnen Entſchluſſe.

Brüder, ſprach er zu den Seinen,ſie ſollen uns nicht ſchlachten wie Wölfe in einer Falle! Brechen wir hindurch! Ich will voran, Euch eine Gaſſe bahnen!«

Einem Löwen gleich, der ſeine Verfolger nicht zählt, ſondern nur tödtet und niederwirft, warf ſich Florian auf die Bündiſchen. Dicht auf dem Fuße folgten ihm ſeine Getreuen. Rechts und links ſchmetterte ſein Schwert nieder, was ihm in den Weg zu treten wagte; rechts und links riſſen die Aexte und Spieße der tapferen Landsknechte blutige Lücken im dicht gedrängten Haufen der Bündiſchen. Vor ſolcher übergewaltiger Tapferkeit hielten dieſe nicht Stand. Siegreich ſchlug ſich Florian mit ſeinem Häuflein durch die Maſſen der Bündiſchen durch, und es gelang ihm, ein nahes Gehölz zu erreichen, das ihm eine ſichere Zuflucht für die Nacht gewährte. Niemand wagte es, ihn zu verfolgen, obgleich der Pfalz⸗ graf das ganze Wäldchen mit Reiſigen umſtellen ließ, um den kleinen Reſt der ſchwarzen Schaar um ſo ſiche⸗ rer am nächſten Morgen in ſeine Gewalt zu bekommen.

Dennoch täuſchte ſich der Feldherr der Bündiſchen. Ehe noch der Morgen anbrach, begann Florian ſelbſt wieder das Gefecht, und brach bald hier, bald dort vor, bis er Raum gewonnen hatte, mit einer Zahl der Sei⸗ nigen durchzubrechen und das Weite zu gewinnen.

Florian hätte es wohl kaum geſucht, wenn ihm nicht noch eine einzige Hoffnung geblieben wäre, die Hoff⸗ nung nämlich, ſich mit einer Schaar von Bauern zu vereinigen, welche, an ſiebentauſend Mann ſtark, ein Lager bei Thann gebildet hatten. Nach Thann hin alſo zog er mit den Wenigen, die ihm von ſeiner ſchwarzen