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entſtrömende Blut zu ſtillen und einen nothdürftigen Verband aufzulegen. Unter dieſer Bemühung ſchlug der
Verwundete noch einmal die Augen auf, und ſeine Be⸗ ſinnung kehrte auf einige Minuten zurück.
„Laßt, laßt!“ ſagte er mit ſchwacher Stimme zu Florian.„Mir iſt nicht mehr zu helfen! Gottes ſtra⸗ fende Hand hat mich ereilt! Mir iſt geſchehen, wie ich es verdient! Oh, Egbert, mein Bruder, könnteſt du mir verzeihen, was ich freventlich an dir verübt!«
„Wo iſt Egbert?“« fragte Florian, durch den Anblick des Sterbenden und durch deſſen Reue bewegt und ge⸗ rührt;—„ich zweifle nicht, daß er Euch gern verzeihen und Alles vergeſſen wird, was Ihr gegen ihn geſündigt.“
„Im Verließ! Kurt hat die Schlüſſel!“ ächzte Rolf, und wand ſich unter grimmigen Schmerzen.„Könnte ich ihn noch einmal ſehen vor meinem Ende, ich würde ruhiger ſterben!“
„Ihr ſollt ihn ſehen,“ erwiederte Florian.„Wo iſt der Mann, der Kurt heißt?«
„Hier iſt er,“ verſetzte eine Stimme, und zwei Ge⸗ ſtalten traten raſch in das Gemach.„Und hier iſt auch Junker Egbert, den ich aus dem Verließ herbei geholt habe!« 4
Egbert trat raſch und haſtig an das Lager ſeines Bruders, der ihn mit ſchon verlöſchenden Augen flehend anblickte. 1
„Verzeihung!« ſtammelte Rolf.„Ich habe übel an dir gehandelt, aber ſterbend fühl' ich die bitterſte Reue!«
„Ich verzeihe dir, Bruder, von ganzem Herzen ver⸗ zeihe ich dir,« verſetzte Egbert warm und ergriff die kalte Hand des Sterbenden. Daß ich dich ſo wieder⸗
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