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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Troſt, aber nur für einen Augenblick, denn plötzlich ſtand Rolf mit furchtbar drohendem Geſicht hart neben uns, packte Chriſtoph wild am Arm, und ſchrie ihm heftig zu:Alter Schurke, willſt du dich gegen dei⸗ nen Herrn auflehnen? Mit den Hunden laß ich dich aus der Burg hetzen, niederträchtiger Schleicher! So ingrimmig verzerrte Rolf bei dieſen Worten ſein Geſicht, daß mir vor Schrecken das Blut in den Adern zu erſtarren ſchien. Der alte Chriſtoph aber blieb ganz ruhig, ſah Rolf feſt in's Auge und ſprach gelaſſen, in⸗ dem er auf mich deutete:Dieſer Knabe iſt mein Herr, nicht Ihr, denn ich bin ein Dienſtmann von Seltenberg, und Seltenberg gehört ihm. Ihm will ich dienen, über ihm wachen, und ihn beſchützen, ſelbſt gegen Euch. Wiſſet das, Junker Rolf von Hoheneck! Der alte Chri⸗ ſtoph fürchtet Euch nicht, und läßt ſich von Euch nicht einſchüchtern. Ihr könnt mich freilich mit Gewalt von der Burg jagen, aber Ihr werdet es nicht thun, wenn ich Euch ſage, daß ich dann von Burg zu Burg im ganzen Frankengau reiten, und jeden rechtſchaffenen Rit⸗ ter zum Schutze für Euren Bruder, den Junker Egbert, aufrufen würde. Ueberlegt Euch das, Junker von Hoheneck!«

Und wer hindert mich, daß ich dich nicht in's tiefſte

Verließ werfe, wo dich weder Sonne noch Mond be⸗

ſcheint?« entgegnete Rolf, immer noch trutzig, aber doch mit etwas unſicherer Stimme.

Geht doch, geht, verſetzte Chriſtoph, was würde Euch das nützen, alle Dienſtmannen von Junker

Egberts Mutter denken wie ich, und würden im Nah

fall auch handeln, wie ich. Ihr wißt das wohl. Alſe

gebt Euch zur Ruhe. Der Knabe Cgbert bleibt hier

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