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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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geſetzt iſt(Apoſtelgeſch. 5.), in allen ziemlichen und chriſt⸗ lichen Dingen gehorſam ſind; wir ſind auch außer Zwei⸗ fel, ihr werdet uns der Leibeigenſchaft als wahre und

rechte Chriſten gern entlaſſen, oder uns aus dem Evan⸗

gelium deſſen berichten, daß wir leibeigen ſind.

Vierter Artikel: Zum Vierten iſt bisher im Brauch geweſen, daß kein armer Mann Gewalt hat, das Wildpret, Geflügel oder Fiſche im fließenden Waſſer zu fangen, was uns ganz unziemlich und unbrüderlich dünkt, eigennützig und dem Worte Gottes nicht gemäß. Auch hegt in etlichen Orten die Obrigkeit das Gewild uns zu Trutz und mächtigem Schaden, weil wir leiden müſſen, daß uns das Unſrige, was Gott dem Menſchen zu Nutz hat wachſen laſſen, die unvernünftigen Thiere zu Unnutz muthwillig verfreſſen, und wir ſollen dazu ſtillſcchweigen, was wider Gott und den Nächſten iſt. Denn als Gott der Herr den Menſchen erſchuf, hat er ihm Gewalt gegeben über alle Thiere, über den Vogel in der Luft und über den Fiſch im Waſſer.(1. Moſ. 1. Apoſtelg. 19. 1. Timoth. 4. 1. Cor. 10. Coloſſer 2.). Darum iſt unſer Begehren: wenn einer ein Waſſer hätte, daß er es mit genugſamer Schrift, als unwiſſentlich er⸗ kauft, nachweiſen mag; ſolches begehren wir nicht mit Gewalt zu nehmen, ſondern man müßte ein chriſtliches Einſehen darein haben, von wegen brüderlicher Liebe. Aber wer nicht genugſame Beweiſe dafür anbringen kann, ſoll es ziemlicher Weiſe an die Gemeinde zuruͤck⸗ geben.

Fünfter Artikel: Zum Fünften ſind wir auch beſchwert der Beholzung halb, denn unſere Herrſchaften haben ſich die Hölzer alle allein zugeeignet, und wenn der arme Mann etwas bedarf, muß er's um's doppelte