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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Er wollte gleich mir nachkommen, ſprach Junker Egbert,und wie mich däucht, höre ich Fußtritte auf der Treppe.

Alſo war es. Wenige Augenblicke nachher trat Jäck⸗ lein in die Stube und ſetzte ſich zu den Uebrigen an den Tiſch,

Jetzt werden wir ungeſtöͤrt ſein, ihr Herren, ſagte er.Was habt ihr mittlerweile beſchloſſen?«

Noch nichts, verſetzte Florian Geyer.Wir war⸗ teten auf Euch. Was habt Ihr geſchafft ſeit unſerer letzten Zuſammenkunft?«

Vieles, Herr! lautete die Antwort.»Die Leute hier und im Hohenlohe'ſchen ſind uns ſicher, und er⸗ warten mit Ungeduld das Zeichen zum Aufſtande. An die zehntauſend Mann werden in's Feld rücken auf den erſten Ruf von mir. Aber wie ſteht es bei Euch in Franken?

Wie es ſoll, erwiederte der Ritter.Meine Lands⸗ leute ſind bereit, und jeden Tag kann ich meine tapfere ſchwarze Schaar zu Eurem Heerhaufen ſtoßen laſſen. Wir brauchen den Tag nur zu beſtimmen.

Dann auf ohne langes Säumen, und wie ein Don⸗ nerwetter über die Häupter unſerer Peiniger her, rief Jäcklein mit grimmiger Freude.Nieder mit den Schlöſ⸗ ſern und Zwingburgen der adeligen Blutſauger! Den Feuerbrand in die Klöſter und Abteyen der Biſchöfe und Pfaffen! Tod und Verderben über Alle, die ſich von unſerem Schweiße gemäſtet und den armen Bauer unter die Füße getreten haben, ohne ſeinen Schmerzensſchrei zu hören, ohne einen Funken Mitleid fuͤr den Verhun⸗ gernden, den Verſchmachtenden, den unglücklichen leib⸗