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Ritter und Bauer : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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eigenen Knecht zu empfinden. Nieder mit ihnen, und

aauf mit dem Bundſchuh!

Nicht zu hitzig, Jäcklein, ſagte Jörg Metzler von Ballenberg, eine mächtige, breitſchultrige Geſtalt, mit

gelaſſener Ruhe.Noch iſt nicht Alles fertig und be⸗

reit in den Gauen. Ich erwarte noch Nachrichten und

Botſchaften von verſchiedenen Orten her, und bevor ich

ſie nicht erhalten, kann ich wenigſtens nicht mithelfen

am Werke. In acht bis vierzehn Tagen vielleicht, eher nicht. Jäcklein zog ein mürriſches Geſicht.

»Warten und immer warten! ſprach er unwillig. Mittlerweile gewinnt der Feind Zeit, ſich zu rüſten, und begegnet uns am Ende mit Uebermacht.

Nein, fürchtet das nicht, wendete Hippler ein. Ich habe das Land durchreiſt auf und nieder, und Ritterſchaft und Geiſtlichkeit überall in rathloſer Beſtüͤr⸗ zung gefunden. Sie ahnen wohl, daß ein ſchoͤeres Ge⸗ witter über ihnen ſchwebt, aber ſie wiſſen nicht, wo es zuerſt einſchlagen wird. Warten wir alſo noch kurze Zeit, dann wird die Frucht reif ſein.

»Ich ſtimme dem bei, ſagte jetzt im ruhigſten, trotz⸗ dem aber ſehr eindringlichen Tone Herr Weigand.Noch ſind die zwölf Artikel nicht verbreitet im Lande, und wir ſind ja doch heute abſichtlich hier zuſammen getroffen,* um ſie noch einer letzten Erwägung zu umierziehen. Das 1 muß vor Allem geſchehen.

Alle ſtimmten bei, Jäcklein ausgenommen, der mit verdrüßlicher Miene ſchwieg und an den Nägeln kaute. Er hätte am liebſten ſogleich losgeſchlagen, und ſein Haß⸗ und Rachegelüſte an den Bedrückern des Volkes

ausgelaſſen. Aber er mußte ſich der Mehrzahl fügen.