herrn fürchten vor ihm,“ ſprach der Bauer leiſe weiter. „Er ſteckt tieß in Schulden, und doch wagt es kein Gläu⸗ biger, ihn zu drängen. So der Stiftsvicar in Wimpfen z. B., Wolf Faber heißt er, dem ſchuldete der Jäcklein auch ſeit mehreren Jahren die Gült, und verſuchte es, ihn zu drängen. Der Jäcklein aber lachte, und behaup⸗ tete, der Vicar überfordere ihn. Da klagte der Vicar, und der Schultheiß von Böckingen lud Jäcklein vor Ge⸗ richt. Jäcklein lachte abermals, und da er eines Tages den Vicar auf der Straße traf, ſo lief er ihm nach und ſchrie ihm zu:„Pfaff, Pfaff, ſpar' dich nit, ich will mich auch nit ſparen, und ruf' alle die an, die dir nutz und gut ſein; denn ich will mich auch nicht ſäumen.“ Da fragte ihn der Vicar erſchrocken, wie er das meine? —„Wirſt es ſchon merken, Pfaff, am angeſetzten Rechts⸗ tag,“ rief der Jäcklein höhniſch, und drehte dem Vicar den Rücken zu. Am Rechtstag aber, wo der Jäcklein verurtheilt werden ſollte, was geſchah? Des Jäckleins Anhänger und Freunde, die er zuſammenberufen, lauer⸗ ten in hellen Haufen dem Vicar auf, und drohten ihn todt zu ſchlagen, wenn er ſich zum Rechtstage ſtellen würde. Der Vicar rief zwar den Heilbronner Rath und den Dechanten ſeines Stifts um Hülfe an, aber es nützte ihm nichts. Die Herren fürchteten ſich ſelber ſehr vor dem Jäcklein, und riethen dem Vicar, die Sache fallen zu laſſen. Das geſchah, und Jäcklein war der Schuld ledig.«.
„Ein verwegener Geſell der, in der That,« ſprach der Junker mehr für ſich hin, als zu dem Bauer.„Man wird ein Auge auf ihn haben müſſen?«
Indem ging die Stubenthür auf, und ein Mann trat herein,— noch jung, breitſchultrig, und mit einem
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