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ſchiedenartigſten Gefuͤhlen, die bei dem Betreten des heimathlichen Bodens auf ihn einſtürmten, füͤhlte ſich ſo ſchwach, daß Hannibal Bedenken trug, die Reiſe zum Bruder heute noch zu beenden, obgleich kaum erſt die Mittagsſtunde vorüber war. Jonathan beſtand aber darauf, unverzüglich die kleine Wegſtrecke bis zu Arnolds Dorfe zuruckzulegen, und, wie immer, mußte Hannibal ſich den Befehlen des Herrn fügen. Ein bequemer Wagen wurde herbeigeſchafft, und hielt eine Stunde ſpäter vor dem Pfarrhauſe, aus deſſen Fen⸗ ſter neugierige Köpfe heraus lugten.
„Alſo hier! Endlich am Ziele!« murmelte Jona⸗ than, und betrachtete klopfenden Herzens, mit glänzen⸗ den Blicken das zierliche Haus, den reinlichen Vorplatz und den geräumigen Garten, in welchem trotz des na⸗
henden Herbſtes noch Blumen blühten und die Bäume
grünten.„Dort iſt Arnold! Mein Bruder! Oh, ich erkenne ihn! Aber wie ganz anders ſieht er aus, als ich! Und einſt war ich der Stärkere von uns Beiden. Geſchwind hilf mir aus dem Wagen, Hannibal, mein Herz treibt mich zu ihm.«
Hannibal leiſtete Beiſtand, und auf ſeinen Arm ge⸗ ſtuͤtzt, ſchritt Jonathan langſam über den Vorplatz nich dem Garten, wo Arnold ihm verwundert und befrems det entgegen trat.
»Mit wem habe ich die Ehre?« fragte er, denn in dieſer Jammergeſtalt konnte er freilich den früher ſo blühenden Jorathan nicht erkennen.
Jonathan ſchwieg ein Weilchen, tief erſchüttert von dem Wiederſehen. Dann ſtreckte er ſeine Arme aus, und ſeine Lippe ſtammelte:„Arnold, mein Bruder,


