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Ohnmacht des Reichthums : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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„Es iſt genug,“ ſtammelte er.„Bringt mich wie⸗

der nach unten. O, Eitelkeit und Ohnmacht des Gol⸗ des! Nicht einmal ſo viel Kraft kannſt du elendes Metall erkaufen, als ich bedarf, um mich am Anblicke der Heimath zu erfreuen!«

Ein Wink des Kapitäns rief die Matroſen wieder herbei, und Jonathan wurde in die Kajüte zurück ge⸗ tragen, wo er ſich begnügen mußte, wie vorhin nur vom Fenſter aus die in immer reicherer Schönheit prangenden Stromufer zu betrachten. Er hatte kaum Freude daran, denn ſein Gemüth war von Bitterkeit über ſeine körperliche Schwäche und Hinfälligkeit erfüllt.

„Siehe, Hannibal,“ rief er ſchmerzlich aus,„meinen ganzen Reichthum wollte ich fröhlich hingeben, wenn ich damit meine Jugend zurück erkaufen könnte! Aber ach, alles Gold der Welt reicht nicht aus, um nur eine verlorene Minute, viel weniger ein verlorenes Leben zu bezahlen!«

„Denken Maſſa nicht daran, denken lieber an Bru⸗ der und ſeine Familie,“ ſagte Hannibal beſchwichtigend. „Nun bald dort! Wird große Luſtigkeit ſein, wenn Maſſa kommen! Sehe ſchon tanzen und ſpringen Picca⸗ nini, kleine Kinder von Bruder!«

„„Du haſt recht, daran wollen wir denken,“ verſetzte Jonathan etwas heiterer.„Bald, nach ſo langer Tren⸗

nung, werde ich meinen geliebten Bruder wieder in die Arme ſchließen!«

Aber auch dieſe Freude, faſt die einzige, auf welche er noch hoffte, ſollte dem armen, reichen Jonathan nicht ungetrübt zu Theil werden. Das Schiff erreichte

zwar gluͤcklich den Hafen von Hamburg und wurde

ſicher vor Anker gelegt, aber Jonathan, von den ver⸗