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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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als Vater Lindemann einige Zeit darauf wieder in die Stube trat, ſah er zu ſeinem nicht geringen Erſtaunen das Bett leer. Der Gaſt war ausgeflogen, der Himmel mochte wiſſen, wohin.

Er ſchämt ſich vielleicht und wird nach ſeiner Wohnung gegangen ſein,« dachte Vater Lindemann. Nun, mag er doch! Früher oder ſpäter wird er ja wieder von ſich hören laſſen.

3 Es fiel ihm nicht ein, dem Schreiber nachzugehen, denn dieſer hätte ja denken können, daß es aus eigen⸗ nützigen Abſichten geſchehe. So blieb denn Vater Lin⸗ demann ruhig zu Hauſe, und harrte der Dinge, die da kommen mochten. Lange brauchte er nicht zu war⸗ ten. Während er ſich ruhig verhielt, waren Andere für ihn thätig, denn Gott wollte, daß das Verborgene jetzt an das Tageslicht kommen ſollte.

Sechstes Kapitel. Aun iſt's keine Kunſt mehr, brav zu ſein.

Es war ein Glück für Vater Lindemann, daß der Schreiber Greulich ſich aufgerafft und ſeinen Vorſatz, Alles zur Anzeige zu bringen, unverzüglich ausgeführt hatte. Zu dieſem Zwecke nämlich war er in aller Stille davon geſchlichen, und geraden Weges nach dem

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