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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Gemüthsbewegung etwas angegriffen, und Meiſter Lindemann hatte einige häusliche Geſchäfte zu beſorgen, weshalb er aus dem Zimmer ging und ſeinen Gaſt einige Stunden lang ſich ſelbſt überließ. Er war ſehr glücklich über Alles, was er gehört hatte. Die Hoff⸗ nung, ſeinen Garten, und vielleicht gar auch die ihm geſtohlene Baarſchaft wieder zu erlangen, ſtimmte ihn froh und heiter. Wenn ſie in Erfüllung ging, ſo war ja das Ziel ſeines Lebens faſt erreicht, und er konnte ernſtlich daran denken, ſeinem Sohne einen Hausſtand zu gründen, und ſeine Tochter wieder zu ſich zu neh⸗ men, und zwar um ſo eher, als er ja ſein Gewerbe jetzt in weit größerer Ausdehnung betreiben konnte, als früher. Während ſein altes Herz in ſolcher Weiſe ſich an den frohen Ausſichten auf eine glückliche Zukunft er⸗ quickte, ließ es dem Schreiber im Bette drinnen keine Raſt und keine Ruhe. Bald erholte er ſich wieder von der Anſtrengung, die ihm ſeine Bekenntniß gekoſtet hatte, und er fuͤhlte ſich kräftig genug, aufzuſtehen und ſeine Kleider anzuziehen. Nach kurzer Ueberlegung machte er den Verſuch, und ſiehe da, er gelang. In aller Stille kleidete er ſich an, wuſch ſein Geſicht mit friſchem Waſſer, was ihn ſehr erquickte, ſetzte eine Mütze von Vater Lindemann auf, um den Verband ſeiner Kopfwunde zu bedecken, nahm einen Rock aus der Ecke, und ſchlich ganz heimlich, ſo daß ſein Gaſt⸗ freund es gar nicht bemerkte, aus dem Zimmer und aus dem Hauſe.

»Ich will ihn überraſchen!« murmelte er.Je ſchneller es geſchieht, deſto beſſer!« Nach wenigen Minuten war er verſchwunden, und

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