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hielt. Endlich ſchien er nachzugeben und führte mich
in den Garten, unter dem Vorwande, daß er dort das geraubte Gut vergraben habe. Blind vor Wuth und Habgier folgte ich ihm, und als er nicht augenblicklich das Geld herausgeben wollte, ſondern wieder allerlei Ausflüchte ſuchte, ſo hieß ich ihn ohne alle Rückſicht ganz laut einen Dieb und Betrüger. Mochte er nun fürchten, daß die Nachbarn mich höͤren könnten, oder daß ich wirklich ſo ſehr gereizt und aufgebracht gegen ihn ſei, meine Drohungen ohne Rückſicht auf mich ſelbſt wahr zu machen, kurz,— er faßte ſeinen Ent⸗ ſchluß, ergriff einen Knuppel, der ihm gerade zur Hand lag, und führte damit, eh' ich's mir verſah, einen furchtbaren Schlag auf meinen Kopf. Wie von einem Blitzſtrahle wurde ich niedergeſchmettert und verlor das Bewußtſein. Hier im Hauſe erſt kam ich wieder zur Beſinnung, und die Wahrnehmung, daß grade Sie, Meiſter Lindemann, Sie grade, den ich beraubt und betrogen, als barmherziger Samariter an mir handel⸗ ten, fuhr mir wie ein Meſſerſtich durch das Herz. Mein Gewiſſen machte mir bittere Vorwürfe, und heute früh, als ich Sie beim Geläute der Kirchenglo⸗ cken ſo ſtill und fromm daſitzen ſah mit gefalteten Hän⸗ den, als Sie mir auf meine Bitte Ihre Gedanken offenbarten, als ich hörte, daß Sie gerade für mein Wohl gebetet hatten, da kam die Reue mit Macht
über mich, und es drängte mich mit unwiderſtehlicher Gewalt, Ihnen ein offenes Bekenntniß abzulegen. Ohne Sie, ohne den Umſtand, der eine Fügung Gottes ſein muß, daß grade Sie mein Wohlthäter wurden, hätte vielleicht die Furcht vor dem Zuchthauſe meinen Zorn gegen Peterling wieder überwogen! So aber ſehe ich


