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„Ha! Ach ſo! Gewiß in Eurer Schlafkammer, Meiſter! Wie?«
„Nein, das wird nicht verrathen! Genug, wo es liegt, liegt es gut und ſicher genug!“ antwortete Vater Lindemann zurückhaltend.„Aber es wird ſpät, die Sonne iſt ſchon längſt untergegangen, und ich muß nach meinem Abendeſſen ſehen. Gute Nacht, Meiſter!“
Peterling erwiederte den Gruß, ging aber nicht nach ſeinem Hauſe zurück, ſondern ſchaute, auf das Stacket geſtützt, mit finſterem und unheimlichem Blicke dem alten Lindemann nach.
»„Ich glaub' es ihm, ich glaub' es!“ murmelte er vor ſich hin.„Er muß Geld haben, der alte Kerl, denn er arbeitet von früh bis ſpät, und gibt faſt gar nichts aus. Da muß es ſich nachgerade anſammeln. Wenn man nur wüßte, wo das Thalerneſt liegt! Es wär' ein Hauptſpaß, dem alten Narren die ſilbernen Eier wegzuholen. Hm, ich habe ſchon manche Henne belauſcht und ihr abgeſehen, wohin ſie ihre Eier ver⸗ ſchleppt, und wenn man ſich die Mühe nicht verdrießen läßt, ſo.... Wollen doch ein wenig aufpaſſen! Ob er dann wohl auch noch ſo ſprechen wird,„nur immer brav, nur immer brav, lieber Nachbar?« Ha, ein einziger glücklicher Griff hilft weiter, als alle ſeine Narrheit! Was hat er denn von ſeinem dreijährigen Sparen und Arbeiten, wenn ich ihm den fetten Biſſen vor der Naſe weghole? Dummheiten! Spare du, und ich... nun, man wird ja ſehen!“
Von jener Stunde an, wo Vater Lindemann in ſeiner argloſen und offenen Weiſe das Geheimniß ſei⸗ nes ſo mühſam erworbenen kleinen Schatzes an den Nachbar verrathen hatte, lauerte dieſer ganz heimlich


