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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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22 dert es mich, daß Ihr Eure Kinder von Euch fortge⸗ laſſen habt, da Euer Herz doch ſo ſehr an ihnen hängt.

Ja freilich, es iſt mir auch hart genug angekom⸗ men, aber es hat eben ſein müſſen, und es reuet mich heute noch nicht. Drei Jahre ſind ſie nun fort, jetzt noch zwei Jahre, und dann, denk' ich, ſind wir ſo weit, wie ich's wünſche.

Wie Ihr's wünſcht, Nachbar? Und wie wünſcht Ihr es denn?«

Das iſt bald geſagt. Mein größter Wunſch iſt, dem Heinrich einmal eine Schloſſerwerkſtatt herzurichten, und der Marie eine hübſche Ausſteuer zu verſchaffen. Wenn ich das erreicht habe, und noch mein Häuschen und den Garten mit in Anſchlag bringe, was Alles ſchuldenfrei iſt, ſo kann ich einmal mit Ruhe meine Augen zuthun. Ein hübſches Sümmchen habe ich ſchon beiſammen, und das Uebrige, was noch fehlt, wird ſich ja auch noch finden.

Meiſter Peterling ſpitzte die Ohren und ein falſcher Blick aus ſeinen tiefliegenden, von dichten Brauen be⸗ ſchatteten Augen ſtreifte verſtohlen über das Beſitzthum Vater Lindemann's hin.

So, ſo, ſo! ſprach er dann.Darum alſo habt Ihr die Kinder von Euch gethan und laßt es Euch noch auf Eure alten Tage ſo ſauer werden! Das iſt viel, das könnte ich nicht, es ginge über meine Kräfte! So allein wirthſchaften und auch noch vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend arbeiten, und nicht ein⸗ mal den lieben Sonntag ſich eine Erholung gönnen, das wäre nichts für mich!«

Ihr ſolltet's nur erſt einmal ordentlich verſuchen, Nachbar,« ſagte Vater Lindemann gutmüthig.Frei⸗