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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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hauen, die Frau hat in der Wirthſchaft zu thun, und von ſelber thun die Kinder nichts, ſondern treiben ſich lieber auf der Gaſſe umher. Aber bei Gelegenheit, Nachbar, weil wir gerade davon reden, was machen denn Eure Kinder? Habt Ihr lange nichts von ihnen gehört?

Vater Lindemann hatte bereits haſtig zwiſchen die Bohnen hinein gepflückt, augenſcheinlich in der Abſicht, bald möglichſt fertig zu werden und dann die Nähe Peterlings zu meiden, da er ihn nureinmal nicht ſon⸗ derlich hochſchätzen konnte, aber die Frage nach ſei⸗ nen Kindern brachte ihn auf andere Gedanken. Nach⸗ bar Peterling hatte da eine Saite im Herzen des Alten getroffen, die leicht anſchlug und lange nachhallte. Von ſeinen Kindern zu plaudern und zu erzählen, konnte Vater Lindemann nicht müde werden.

Nun, Gott ſei Dank, denen geht es ja recht gut,« erwiederte er ganz freundlich, und trat ein paar Schritte näher an die Hecke heran, anſtatt nach ſeinem Hauſe, wie er erſt gewollt, zuruckzukehren.Erſt in voriger Woche habe ich ein Schreiben gekriegt aus Wien von meinem Heinrich, wo er in Arbeit ſteht und bei einem braven Meiſter viel Geld verdient, und von der Marie weiß ich auch, daß ſie bei der Frau Kriegsräthin in der Reſidenz recht ſehr gut aufgehoben iſt. Ja, die Kinder machen mir große Freude, Meiſter Peterling, große, große Freude, und der liebe Gott mag nur geben, daß ſie ſich fortwährend ſo brav halten, dann kann ich einſt einem recht ruhigen und zufriedenen Alter entgegen ſehen.

Nun, das iſt mir lieb zu hören, Nachbar, ſagte Meiſter Peterling mit ſüßſaurer Miene.Nur wun⸗