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beſonders da ich noch aus alter Zeit her Uebung darin habe. Nein, Mariechen, uüber den Punkt brauchſt du dir keine Sorge zu machen.“
„Doch wenn du nun einmal krank würdeſt, Vater?«
„Davor wird mich der liebe Gott behüten, und dann, ſchlimmſten Falls, iſt Chriſtoph, der Lehrjunge, da, und die Nachbarn werden mich auch nicht ganz im Stich laſſen. Nein, nein, ſei du nur meinetwegen ganz ruhig, und ſorge für dich allein.“
Dabei blieb es. Vater Lindemann ließ ſich keine Vorſchriften machen, die ſeine Abſichten und Pläne hin⸗ dern oder verzögern konnten, und Marie mußte ſich beſcheiden. Nur das mußte der Vater ihr verſprechen, daß er ſchreiben wolle, wenn er wirklich einmal, ent⸗ weder wegen Krankheit oder eines ſonſtigen Umſtandes willen, ernſtlichen Beiſtandes bedürfte. Das verſprach er dann auch, meinte aber ganz zuverſichtlich, es werde wohl niemals nöthig ſein.
Am Abend vor der Abreiſe gaben ſich die Geſchwi⸗ ſter, als der Vater grade anderwärts beſchäftigt war, einen Wink, und gingen mit einander nach dem nahen Friedhofe, wo ihre ſelige Mutter in der kühlen Erde ſchlummerte. Sie wollten doch nicht aus der Heimath ſcheiden, ohne auch von ihr, der heiß geliebten, Ab⸗ ſchied zu nehmen. Am Grabhügel knieten ſie nieder und beteten aus vollem Herzen um ihren Segen. Ein paar Thränen fielen dabei wohl in die duftenden Blü⸗ thenkelche, unter denen das Mutterherz ruhete, aber dennoch fühlten ſich die Geſchwiſter innerlich recht er⸗ hoben und gekräftigt durch ihr Gebet.
„Scheiden thut weh,“ ſagte Marie, als ſie ſich wie⸗ der von den Knieen erhoben und ſich gegenſeitig die


