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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mit Ruhe ſchließen, wenn der liebe Gott droben mich abruft. Was ſind denn ein paar Jahre? Die gehen raſch vorüber, und was dann bleibt, wenn man ſeine Schuldigkeit gethan hat, das wächst gedeihlich fort, wie ein Samenkorn, der fruchtbaren Erde anvertraut. Aber freilich, nur immer brav, das iſt die Hauptſache, doch hoffe ich, darin kann ich mich auf Euch ver⸗ laſſen!«

Ja, Vater, das kannſt du, erwiederten die Ge⸗ ſchwiſter zu gleicher Zeit, wie aus Einem Munde, und reichten Beide dem Vater die Hand hin, wie zur Be⸗ kräftigung ihres Verſprechens.

Nun, dann iſt ſchon Alles recht!« ſprach Vater Lindemann herzlich.Da, lest nun den Brief von Tante Marianne, und nachher wollen wir feſtſetzen, wie wir's mit der Abreiſe einrichten. Da es einmal ge⸗ ſchieden ſein muß, ſo geſchieht es je eher, deſto beſſer, denn es nützt nicht, noch lange mit betrübten Geſich⸗ tern um einander herum zu laufen.

Heinrich und Marie laſen den Brief, und freuten ſich uͤber die Fürſorglichkeit der Tante. Nachher wurde beſprochen, wie es mit der Abreiſe gehalten werden ſollte, und man kam überein, daß die Geſchwiſter Beide am nächſtfolgenden Tage zu gleicher Zeit Abſchied neh⸗ men ſollten. Sie hatten dann Alle den Schmerz der Trennung nur ein einziges Mal, und leerten den bit⸗ teren Kelch mit Einem Zuge, anſtatt ihn tropfenweiſe auszuſchlürfen.

Der nächſte Tag ging hin mit Vorbereitung zur Abreiſe, mit Einpacken und allerlei kleinen Beſorgungen für Haus und Wirthſchaft, wobei Marie noch Alles recht bequem für den Vater herrichtete, damit er in der